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Bucher Porträts
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Christian Straub
Klinikgeschäftsführer des HELIOS Klinikums Berlin-Buch
Buch ist modern und hat Zukunft – und einen besonderen Reiz!
Die Verbundenheit von HELIOS Klinikgeschäftsführer Christian Straub mit dem Gesundheitsstandort Berlin-Buch reicht bereits bis in die 90er Jahre zurück. Konzentriert den Rettungswagen lenken, erste Hilfe am Ort des Notfalls leisten, Anteil nehmen, Verletzte ins Krankenhaus bringen – diese Aufgaben hat er in seinem ersten Beruf, dem eines Rettungsassistenten, jahrelang ausgeübt.
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Vom Wriezener Krankenhaus, in dem er damals arbeitete, brachte er oft Patienten ins Klinikum Berlin-Buch. Er erinnert sich: „Buch übte auf mich schon immer einen besonderen, ganz starken Reiz aus. Die weitläufigen Anlagen haben eine so ungeheure Ausstrahlungskraft! Architektur und Landschaft fand ich vom ersten Moment an beeindruckend, auch wenn es für Außenstehende oft schwer war, sich in den verschiedenen örtlichen Bereichen und in den Bucher Krankenhäusern zurecht zu finden.“
Nicht nur die Bauten und Parkanlagen übten eine besondere Anziehung auf Christian Straub aus – auch die komplexe Medizin, die in Buch immer betrieben wurde, eine über 100-jährige Tradition hat und natürlich die charismatischen Persönlichkeiten, von denen er im Laufe der Zeit einige kennen lernte. „Es gab schon damals fast alle medizinischen Fachbereiche und die interdisziplinäre Zusammenarbeit wurde gelebt. Hier wollte auch ich gerne arbeiten“, beschreibt Christian Straub sein Ziel.
Zunächst führten ihn seine beruflichen Wege an die Fachhochschule Osnabrück, wo er Krankenhausmanagement studierte. In seinem Abschlussjahr 2001 stand das damalige Städtische Klinikum Berlin-Buch vor der Privatisierung. Als erfolgreicher Absolvent bewarb sich Christian Straub deshalb bei den beiden großen Unternehmen, die in der Endphase um Buch konkurrierten: die HELIOS Kliniken Gruppe und die Röhn-Klinikum AG. „Ich hatte von beiden eine Zusage. Und dann kam die Medienmeldung, dass HELIOS zum 1. Juni den Bucher Standort übernimmt!“
Im Herbst 2001 startete er also seinem Ziel folgend eine Managerkarriere als Trainee im HELIOS Konzern, zunächst in einer kleineren Klinik im thüringischen Blankenhain. Ein halbes Jahr später wechselte er nach Berlin-Buch und wurde Assistent der Klinikgeschäftsführung. Nach der Privatisierung galt es, den Krankenhausbetrieb wesentlich effizienter zu gestalten, umzustrukturieren und die Bucher Krankenversorgung (zu diesem Zeitpunkt noch auf fünf Standorte mit insgesamt 130 Gebäuden verteilt) örtlich zu konzentrieren – keine leichte Aufgabe. „Der Betrieb des Klinikums war damals aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht konkurrenzfähig“, erläutert Christian Straub. „So mussten zum Beispiel jährlich nicht nur über eine Million Essensportionen, sondern auch fast 60.000 Patienten auf dem riesigen Klinikgelände zur Diagnostik und Therapie von Haus zu Haus transportiert werden. Ein unhaltbarer Zustand auch für die kranken Menschen.“
2004 zum stellvertretenden Verwaltungschef berufen, wirkte Christian Straub bereits an den Planungen für den Neubau mit, der alle Kliniken und Institute vereinen sollte. Wenn der Klinikgeschäftsführer heute das große, moderne Haus an der Schwanebecker Chaussee betritt, ist er stolz auf das Erreichte. Mit 270 Meter Länge und bis zu 150 Meter Breite erstreckt sich das 2007 eröffnete Gebäude über eine Fläche von etwa vier Fußballfeldern. „Die Operationssäle und die Intensivmedizin sind zentral und konzentriert in der Mitte angeordnet, die meiste Diagnostik im Erdgeschoss, die Stationen und Patientenzimmer in den oberen Stockwerken, die Versorgung erfolgt über die Bereiche im Gartengeschoss“, so Straub. „Zwar müssen Logistikmitarbeiter pro Tag immer noch an die zehn bis zwanzig Kilometer im Haus zurücklegen, aber das ist kein Vergleich mehr zum Zustand mit den ehemals vielen örtlichen Bereichen und weit auseinander gelegenen einzelnen Häusern.“ Der Neubau fügt sich nahtlos und denkmalgerecht in den von Ludwig Hoffmann entworfenen historischen Klinikcampus C. W. Hufeland ein, viele der traditionsreichen Bauten im Stil des holländischen Barock sind inzwischen rekonstruiert und werden wieder von HELIOS genutzt.
Das Richtfest für den Neubau wurde Ende 2005 gefeiert. Wenig später ging Christian Straub, damals 31, als stellvertretender Verwaltungsleiter an das neu übernommene HELIOS Klinikum nach Bad Saarow, 2007 wechselte er konzernintern als Geschäftsführer an die Klinik in Schwelm in den Ennepe-Ruhr-Kreis (NRW). Hier gründete er eine Familie. Seine beiden kleinen Töchter sind in Schwelm zur Welt gekommen.
2010 kam das Angebot, als Klinikgeschäftsführer in Berlin-Buch zu arbeiten. „Dass ich hier meinen beruflichen Weg begann und jetzt wiedergekommen bin, ist eine glückliche Fügung für mich“, sagt Christian Straub, der mit seiner Familie inzwischen in Pankow lebt.
Seine anspruchsvolle Arbeit erfordert nicht nur, die wirtschaftlichen Zahlen und Ziele im Blick zu behalten, sondern auch die Bedürfnisse der Patienten und der Belegschaft. Häufig ist er im Krankenhaus unterwegs, um Ansprechpartner zu sein: „Ich versuche den Bogen über alle Berufsgruppen hinweg zu spannen. Ein Krankenhaus ist wie ein Orchester. Ein Wohlklang ergibt sich, wenn die Patienten zufrieden sowie die medizinische Versorgung und Pflege von hoher Qualität sind. Manchmal ist es notwendig, Verbesserungen und Veränderungen vorzunehmen – also eines der Orchesterinstrumente zu stimmen. Es gilt, den Gesamtüberblick zu behalten und präsent zu sein, Fragen zu stellen, zu beurteilen und zu beantworten.“ Im Kern ist natürlich die Verwaltung des Klinikums seine Aufgabe; dafür zu sorgen, dass Geld hereinkommt und vernünftig ausgegeben wird. Christian Straub kümmert sich aber um strategische genauso wie um alltägliche Dinge: Zusammen mit den Fachkräften aus der Ärzteschaft, der Pflege und der Technik bewertet er zum Beispiel neue Trends in der Medizintechnik, um Investitionen planen zu können: „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass uns neben modernsten medizinischen Angeboten auch die Ausstattung einen Vorsprung gegenüber anderen Mitbewerbern verschafft. Die Konkurrenz in Berlin-Brandenburg ist groß.“ Gemeinsam mit seinem Abteilungsleiterteam sind ihm die Personalplanung, Fortbildungsangebote oder anstehende Rekonstruktions- und Renovierungsarbeiten genauso wichtig wie die Reinigung, das Speisenangebot und die Stromversorgung, damit es einen reibungslosen Krankenhaus-Alltag gibt.
In Zukunft möchte der Klinikgeschäftsführer die Kooperation mit dem Wissenschafts- und Biotechnologiecampus Berlin-Buch wieder stärker fördern. Am Beispiel der Arbeitsgruppe Kardio-MRT von Prof. Dr. med. Jeanette Schulz-Menger (sie ist Leiterin AG Kardiale MRT der Charité, Campus Buch und Oberärztin Nichtinvasive Kardiale Bildgebung der Klinik und Poliklinik für Kardiologie und Nephrologie im HELIOS Klinikum Berlin-Buch) sei ersichtlich, dass man Forschung und Krankenversorgung mit guter Organisation inhaltlich und finanziell klar trennen, jedoch optimal leisten kann. Christian Straub ist überzeugt, dass diese Zusammenarbeit der richtige Weg und Bucher Zukunft ist: „Beide Seiten und nicht zuletzt die Patienten profitieren davon, wenn die Forschungsergebnisse rasch in die Klinik gelangen. Wir haben bereits positive Signale für weitere Kooperationen vom Campus erhalten.“
Oberste Priorität hat für ihn, dass das HELIOS Klinikum Berlin-Buch permanent hohe Qualität in der medizinischen Behandlung und Pflege, in Diagnostik und Therapie bietet. Stehen besondere medizinische Herausforderungen wie der von Baby Luna* an, erlebt Christian Straub, wie geschlossen das medizinische Team alles daran setzt, die bestmögliche Lösung für die Patienten zu erzielen: „Da arbeiten alle zusammen, nächtelang werden Pläne ausgearbeitet. Das habe ich vorher noch nie erlebt – so eine hervorragende Zusammenarbeit über die verschiedenen Fachbereiche und Berufsgruppen hinweg.“
Foto oben: Klinikgeschäftsführer Christian Straub
Foto unten: Neubau des HELIOS Klinikums Berlin-Buch auf dem Hufeland-Campus
(Fotograf: HELIOS/Thomas Oberländer.)
www.helios-kliniken.de/berlin-buch
*Das Baby hatte im Mutterleib einen kindskopfgroßen Halstumor entwickelt, der die Luftröhre abdrückte. Es hatte nur mit einer speziellen, während der Geburt durchgeführten Operation überhaupt eine Chance zu überleben. Ein interdisziplinäres Team aus 30 Ärzten und 20 Pflegekräften stellte sich der Herausforderung, das Kind zu retten. Um zu verhindern, dass es zu atmen begann und erstickte, holten die Experten für die erste Operation nur den Kopf, Hals und einen Arm des Babys aus dem Mutterleib heraus. Auf diese Weise blieb die Sauerstoffzufuhr über die Nabelschnur erhalten. Ein Narkosemittel verhinderte, dass die Kleine wach wurde, und die gutartige Geschwulst konnte erfolgreich von der Luftröhre abgelöst werden. Nach dieser bislang weltweit einzigartigen Operation sind die Ärzte zuversichtlich, dass Luna wie jedes andere gesunde Mädchen aufwachsen kann.
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